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Die Landschaft hat sich aufgeschoben. Schicht für Schicht freigelegt, wo das Zeitalter des Menschen mit Euphorie begann. Da glänzt doch etwas? Der Homo sapiens hat ekstatisch losgegraben, dem Glanz im Sediment hinterher. Eine scheinbar unersättliche Quelle. Noch steht er, der Berg, der Abbauberg. Im Tal lebt man noch. Wer wird eine Rolle spielen für diese Landschaft? Am schlimmsten ist das Vergessen. Am Anfang war ein Meer.

Merih kommt mit einer Aufgabe an. Den Ortskern beleben, die Zukunft bringen. Aber der Berg ist ihm suspekt. Susa hat alles im Griff. Sie sorgt dafür, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind. Der Berg hat sich noch nie bewegt, er sieht aus wie immer. Teresa wird bald weg sein, davon träumt sie, davon ist sie überzeugt. Sie sieht den Spalt im Berg, es ist nur eine Frage der Zeit. Wenisch sortiert die Vergangenheit. Er hat die meiste Zeit seines Lebens im Berg verbracht. Der Abbauberg, er war mal der Traum, er war mal zukunftsweisend.

Marie Gamillscheg hat für makemake produktionen aus ihrem herausragenden Debütroman einen Theatertext gemacht, der im Gewöhnlichen das Geheimnis, im Einzelnen den Zusammenhang, im Endlichen die Unendlichkeit entdeckt. Zwischen Mensch und Rohstoff mäandernd, kreiert Regisseurin Sara Ostertag zu Musikflächen von Clara Luzia Landschaften des Zerfalls. Sprechende Steine, vibrierende Gliedmaßen und tropfende Wörter fragen nach dem Morgen im Gestern.

Premiere: 14.10.2022

Pressestimmen

Schicht für Schicht verdichtet sich "Alles was glänzt" zur düsteren Erzählung des kommenden Untergangs: ein von den elektronischen Klängen des Duos Clara Luzia und Catharina Priemer-Humpel live begleiteter widerständiger Theaterabend über die Nachtseite des Anthropozäns.
Angela Heide, Wiener Zeitung
In diesen Abend kann man sich einfach fallen lassen.
Seiteneingang
... packend untermalt von Clara Luzia und Catharina Priemer-Humpel, fasziniert der 70-minütige Abend über weite Strecken: Die vier Akteurinnen turnen behände, von farbenfrohen Videos bestrahlt, auf einer mächtigen Scheibe (mit Schlund) aus Pressplatten von Nanna Neudeck.
Thomas Trenkler, Kurier
Vor allem zusammen mit der atmosphärischen Musik von Clara Luzia und Catharina Priemer-Humpel sowie den die Bühne bespielenden Videos (Nora Jacobs) hat das (...) starke Momente.
Andrea Heinz, Der Standard
Den Berg repräsentiert eine beeindruckend raumgreifende Scheibe, die an die Schnittfläche eines Baumstumpfs erinnert. Ein Loch in der Mitte birgt eine zähe Flüssigkeit.
Martin Pesl, Falter
Aus ihrem herausragenden Erstlingswerk hat Marie Gamillscheg für makemake Produktion und das Kosmos Theater eine außergewöhnliche Bühnenfassung entwickelt, die unter anderem im Gewöhnlichen das Geheimnis offenlegt. Die Geschichte wird von sprechenden Steinen erzählt, die sich auf einer schräg liegenden runden und in unterschiedlichen Farben leuchtender Bühne fortbewegen. Das Geschehen wird abgerundet durch die Live-Musik von Clara Luzia. Alles in allem ist eine interessante und sehenswerte Inszenierung entstanden.
Isabel Victoria, Kunstreflektor
Vom "Echo der Tage" singt Clara Luzia und für ein Echo und einen langen Nachhall des Textes von Marie Gamillscheg sorgt die Inszenierung, indem sie nicht auf Gesichter sondern ganz auf Stimmen setzt. Ein ungewohntes Experiment.
Wolfgang Popp, Ö1

Szenenfotos (c) Bettina Frenzel (1-19), Sujetfotos (c) Apollonia T. Bitzan (20-21)

Dank an

Stadt Wien, BMKÖS - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, SKE - austro mechana, beamermieten.at und soundproduction.at

Premiere: 14. Oktober 2022, 20:00

Konzept: makemake produktionen
Regie:
Sara Ostertag
Komposition & Live-Musik:
Clara Luzia, Catharina Priemer-Humpel
Ausstattung:
Nanna Neudeck
Video:
Nora Jacobs
Choreografie:
Martina Rösler
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktion:
Julia Haas
Kommunikation:
Birgit Schachner
Regieassistenz: Mana Samadzadeh
Vorstellungsbetreuung: Michèle Tacke
Spieler*innen: Nora Jacobs, Aline-Sarah Kunisch, Michèle Rohrbach, Dolores Winkler

Aufführungsrechte: Rowohlt Verlag

Die Landschaft hat sich aufgeschoben. Schicht für Schicht freigelegt, wo das Zeitalter des Menschen mit Euphorie begann. Da glänzt doch etwas? Der Homo sapiens hat ekstatisch losgegraben, dem Glanz im Sediment hinterher. Eine scheinbar unersättliche Quelle. Noch steht er, der Berg, der Abbauberg. Im Tal lebt man noch. Wer wird eine Rolle spielen für diese Landschaft? Am schlimmsten ist das Vergessen. Am Anfang war ein Meer.

Merih kommt mit einer Aufgabe an. Den Ortskern beleben, die Zukunft bringen. Aber der Berg ist ihm suspekt. Susa hat alles im Griff. Sie sorgt dafür, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind. Der Berg hat sich noch nie bewegt, er sieht aus wie immer. Teresa wird bald weg sein, davon träumt sie, davon ist sie überzeugt. Sie sieht den Spalt im Berg, es ist nur eine Frage der Zeit. Wenisch sortiert die Vergangenheit. Er hat die meiste Zeit seines Lebens im Berg verbracht. Der Abbauberg, er war mal der Traum, er war mal zukunftsweisend.

Marie Gamillscheg hat für makemake produktionen aus ihrem herausragenden Debütroman einen Theatertext gemacht, der im Gewöhnlichen das Geheimnis, im Einzelnen den Zusammenhang, im Endlichen die Unendlichkeit entdeckt. Zwischen Mensch und Rohstoff mäandernd, kreiert Regisseurin Sara Ostertag zu Musikflächen von Clara Luzia Landschaften des Zerfalls. Sprechende Steine, vibrierende Gliedmaßen und tropfende Wörter fragen nach dem Morgen im Gestern.

Premiere: 14.10.2022
Premiere: 14. Oktober 2022, 20:00

Konzept: makemake produktionen
Regie:
Sara Ostertag
Komposition & Live-Musik:
Clara Luzia, Catharina Priemer-Humpel
Ausstattung:
Nanna Neudeck
Video:
Nora Jacobs
Choreografie:
Martina Rösler
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktion:
Julia Haas
Kommunikation:
Birgit Schachner
Regieassistenz: Mana Samadzadeh
Vorstellungsbetreuung: Michèle Tacke
Spieler*innen: Nora Jacobs, Aline-Sarah Kunisch, Michèle Rohrbach, Dolores Winkler

Aufführungsrechte: Rowohlt Verlag

Pressestimmen

Schicht für Schicht verdichtet sich "Alles was glänzt" zur düsteren Erzählung des kommenden Untergangs: ein von den elektronischen Klängen des Duos Clara Luzia und Catharina Priemer-Humpel live begleiteter widerständiger Theaterabend über die Nachtseite des Anthropozäns.
Angela Heide, Wiener Zeitung
In diesen Abend kann man sich einfach fallen lassen.
Seiteneingang
... packend untermalt von Clara Luzia und Catharina Priemer-Humpel, fasziniert der 70-minütige Abend über weite Strecken: Die vier Akteurinnen turnen behände, von farbenfrohen Videos bestrahlt, auf einer mächtigen Scheibe (mit Schlund) aus Pressplatten von Nanna Neudeck.
Thomas Trenkler, Kurier
Vor allem zusammen mit der atmosphärischen Musik von Clara Luzia und Catharina Priemer-Humpel sowie den die Bühne bespielenden Videos (Nora Jacobs) hat das (...) starke Momente.
Andrea Heinz, Der Standard
Den Berg repräsentiert eine beeindruckend raumgreifende Scheibe, die an die Schnittfläche eines Baumstumpfs erinnert. Ein Loch in der Mitte birgt eine zähe Flüssigkeit.
Martin Pesl, Falter
Aus ihrem herausragenden Erstlingswerk hat Marie Gamillscheg für makemake Produktion und das Kosmos Theater eine außergewöhnliche Bühnenfassung entwickelt, die unter anderem im Gewöhnlichen das Geheimnis offenlegt. Die Geschichte wird von sprechenden Steinen erzählt, die sich auf einer schräg liegenden runden und in unterschiedlichen Farben leuchtender Bühne fortbewegen. Das Geschehen wird abgerundet durch die Live-Musik von Clara Luzia. Alles in allem ist eine interessante und sehenswerte Inszenierung entstanden.
Isabel Victoria, Kunstreflektor
Vom "Echo der Tage" singt Clara Luzia und für ein Echo und einen langen Nachhall des Textes von Marie Gamillscheg sorgt die Inszenierung, indem sie nicht auf Gesichter sondern ganz auf Stimmen setzt. Ein ungewohntes Experiment.
Wolfgang Popp, Ö1

Szenenfotos (c) Bettina Frenzel (1-19), Sujetfotos (c) Apollonia T. Bitzan (20-21)

Dank an

Stadt Wien, BMKÖS - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, SKE - austro mechana, beamermieten.at und soundproduction.at