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Die Ausgangsbeschränkungen wurden aufgrund der pandemischen Situation bis 6. Dezember verlängert. Bedauerlicherweise können wir aufgrund der noch weiter andauernden Planungsunsicherheit DAS GROSSE HEFT im Dezember nicht wiederaufnehmen. Wir versuchen Ersatztermine im nächsten Jahr zu finden.

Nestroy Nominierung 2020 als beste Off-Produktion

SHORTLIST Berliner Theatertreffen

nachtkritik-Theatertreffen - die Auserwählten 2020

Meine Lieblinge! Mein Glück!’ Diese Wörter müssen wir vergessen, weil uns jetzt niemand solche Wörter sagt und weil die Erinnerung an sie eine schwere Last für uns ist.

Es herrscht Krieg. Um dem Bombenhagel zu entkommen bringt eine Mutter ihre Kinder – Zwillingsbrüder – aufs Land zur Großmutter.

In komprimierter Sprache lässt die ungarische Autorin Ágota Kristóf die Zwillinge in einem großen Heft notieren, wie sie ohne Hoffnung auf Liebe und Mitgefühl ihre Werte und Handlungen der Grausamkeit ihrer Umgebung anpassen und durch Übungen zur Abhärtung des Geistes und des Körpers ihre eigenen Überlebensstrategien entwickeln. Historische, bereits begraben gemeinte Bilder werden zu Folien der Gegenwart, auf der Suche nach dem moralischen Zeitgeist.

Die Zwillinge passen sich dem Krieg an. Sie erschaffen sich ein strenges Regelwerk, um ihr eigenes Handeln einzuschränken und ihm damit wieder einen Sinn zu verleihen. Sie notieren in einem großen Heft ihre Erlebnisse, ihr Übungen und damit ihre Weltansicht. Doch auch diese Sprache haben sie reglementiert. “Die Wörter, die die Gefühle definieren, sind sehr unbestimmt, es ist besser, man vermeidet sie und hält sich an die Beschreibung der Dinge, der Menschen und von sich selbst, das heißt an die getreue Beschreibung der Tatsachen.” Sie schreiben nicht, dass die kleine Stadt schön ist, denn sie kann für sie schön und für jemand anders hässlich sein.

Sie versuchen eine neutrale Sprache zu finden, um mit der Gegenwart des Krieges umzugehen. Lassen wir uns nicht vom objektiven Ton täuschen. Erzählen heißt Nacherzählen. Dem dazwischen wollen wir nachgehen, wir trauen ihren Aufzeichnungen nicht, ihrer nüchternen Sprache, wir trauen ihnen nichts oder alles zu.

Premiere: 3.12.2019

Pressestimmen

Die herausragende Leistung der Inszenierung von Sara Ostertag liegt in der stilisierten Übersetzung von unerträglicher Gewalt, von Obszönität und sexueller Perversion in Rhythmus, Choreografie und Klang.
Eva Maria Klinger, Nestroy Jury

Jeder Einsatz platzender Farbbomben, jeder Sprach-, Licht- und Musikwechsel ist ein Takt in einer gesamtkünstlerischen Partitur. Die Geschichte? Oh die erzählt sich, und zwar so, dass einem 80 Minuten lang der Atem stockt. (...) Möge es beizeiten eine Wiederaufnahme geben, denn dieses"große Heft" ist ein großer Wurf.
Nachtkritik.de

 

Schrecklich gut und furchtbar stark.
Falter

 

Man schöpft aus dem multimedial Vollen, um fast kaleidoskopartig einen Bildreigen entstehen zu lassen. Damit ist „Das große Heft“ derzeit aufgeführt im Wiener Kosmos Theater, vor allem eine sehr überraschende Umsetzung eines (Anti-)Kriegsstoffes. (…) Die Produktion profitiert gerade hier von den hervorragenden schauspielerischen Leistungen durch die Bank.
The Gap

 

Im Wiener Kosmos Theater hat Sara Ostertag am Dienstag eine wahre Wundertüte ausgepackt: „Das große Heft“ ist eine mutige, außergewöhnliche Produktion.
APA

Sujetfotos: © Apollonia Theresa Bitzan
Szenenfotos: © Bettina Frenzel

Dank an

Wiederaufnahme

Verschiebung der Spielserie von 9.12.-12.12. und 15.12.-17.12.2020 auf 2021!

Ort: Kosmos Theater Wien

Regie: Sara Ostertag
Musik:
Jelena Popržan
Bühne:
Nanna Neudeck
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktion:
Julia Haas
Maske/Bodypainting:
Nadja Hluchovsky
Regieassistenz:
Lisanne Berton
Kommunikation:
Birgit Schachner
Hospitanz:
Elena Lynch
Spieler*innen:
Simon Dietersdorfer, Martin Hemmer, Jelena Popržan, Michèle Rohrbach, Martina Rösler, Jeanne Werner und Emma Wiederhold

Aufführungsrechte: Original © Éditions du Seuil, Paris, 1986 (Übersetzung: Eva Moldenhauer, BEBUG mbH / Rotbuch Verlag, Berlin)

Alle bereits gekauften Tickets werden automatisch von Wien Ticket rückabgewickelt!

Die Ausgangsbeschränkungen wurden aufgrund der pandemischen Situation bis 6. Dezember verlängert. Bedauerlicherweise können wir aufgrund der noch weiter andauernden Planungsunsicherheit DAS GROSSE HEFT im Dezember nicht wiederaufnehmen. Wir versuchen Ersatztermine im nächsten Jahr zu finden.

Nestroy Nominierung 2020 als beste Off-Produktion

SHORTLIST Berliner Theatertreffen

nachtkritik-Theatertreffen - die Auserwählten 2020

Meine Lieblinge! Mein Glück!’ Diese Wörter müssen wir vergessen, weil uns jetzt niemand solche Wörter sagt und weil die Erinnerung an sie eine schwere Last für uns ist.

Es herrscht Krieg. Um dem Bombenhagel zu entkommen bringt eine Mutter ihre Kinder – Zwillingsbrüder – aufs Land zur Großmutter.

In komprimierter Sprache lässt die ungarische Autorin Ágota Kristóf die Zwillinge in einem großen Heft notieren, wie sie ohne Hoffnung auf Liebe und Mitgefühl ihre Werte und Handlungen der Grausamkeit ihrer Umgebung anpassen und durch Übungen zur Abhärtung des Geistes und des Körpers ihre eigenen Überlebensstrategien entwickeln. Historische, bereits begraben gemeinte Bilder werden zu Folien der Gegenwart, auf der Suche nach dem moralischen Zeitgeist.

Die Zwillinge passen sich dem Krieg an. Sie erschaffen sich ein strenges Regelwerk, um ihr eigenes Handeln einzuschränken und ihm damit wieder einen Sinn zu verleihen. Sie notieren in einem großen Heft ihre Erlebnisse, ihr Übungen und damit ihre Weltansicht. Doch auch diese Sprache haben sie reglementiert. “Die Wörter, die die Gefühle definieren, sind sehr unbestimmt, es ist besser, man vermeidet sie und hält sich an die Beschreibung der Dinge, der Menschen und von sich selbst, das heißt an die getreue Beschreibung der Tatsachen.” Sie schreiben nicht, dass die kleine Stadt schön ist, denn sie kann für sie schön und für jemand anders hässlich sein.

Sie versuchen eine neutrale Sprache zu finden, um mit der Gegenwart des Krieges umzugehen. Lassen wir uns nicht vom objektiven Ton täuschen. Erzählen heißt Nacherzählen. Dem dazwischen wollen wir nachgehen, wir trauen ihren Aufzeichnungen nicht, ihrer nüchternen Sprache, wir trauen ihnen nichts oder alles zu.

Premiere: 3.12.2019
Wiederaufnahme

Verschiebung der Spielserie von 9.12.-12.12. und 15.12.-17.12.2020 auf 2021!

Ort: Kosmos Theater Wien

Regie: Sara Ostertag
Musik:
Jelena Popržan
Bühne:
Nanna Neudeck
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktion:
Julia Haas
Maske/Bodypainting:
Nadja Hluchovsky
Regieassistenz:
Lisanne Berton
Kommunikation:
Birgit Schachner
Hospitanz:
Elena Lynch
Spieler*innen:
Simon Dietersdorfer, Martin Hemmer, Jelena Popržan, Michèle Rohrbach, Martina Rösler, Jeanne Werner und Emma Wiederhold

Aufführungsrechte: Original © Éditions du Seuil, Paris, 1986 (Übersetzung: Eva Moldenhauer, BEBUG mbH / Rotbuch Verlag, Berlin)

Alle bereits gekauften Tickets werden automatisch von Wien Ticket rückabgewickelt!

Pressestimmen

Die herausragende Leistung der Inszenierung von Sara Ostertag liegt in der stilisierten Übersetzung von unerträglicher Gewalt, von Obszönität und sexueller Perversion in Rhythmus, Choreografie und Klang.
Eva Maria Klinger, Nestroy Jury

Jeder Einsatz platzender Farbbomben, jeder Sprach-, Licht- und Musikwechsel ist ein Takt in einer gesamtkünstlerischen Partitur. Die Geschichte? Oh die erzählt sich, und zwar so, dass einem 80 Minuten lang der Atem stockt. (...) Möge es beizeiten eine Wiederaufnahme geben, denn dieses"große Heft" ist ein großer Wurf.
Nachtkritik.de

 

Schrecklich gut und furchtbar stark.
Falter

 

Man schöpft aus dem multimedial Vollen, um fast kaleidoskopartig einen Bildreigen entstehen zu lassen. Damit ist „Das große Heft“ derzeit aufgeführt im Wiener Kosmos Theater, vor allem eine sehr überraschende Umsetzung eines (Anti-)Kriegsstoffes. (…) Die Produktion profitiert gerade hier von den hervorragenden schauspielerischen Leistungen durch die Bank.
The Gap

 

Im Wiener Kosmos Theater hat Sara Ostertag am Dienstag eine wahre Wundertüte ausgepackt: „Das große Heft“ ist eine mutige, außergewöhnliche Produktion.
APA

Sujetfotos: © Apollonia Theresa Bitzan
Szenenfotos: © Bettina Frenzel

Dank an