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Die Milch erhält das soziale und nationale Band zwischen Mutter und Kind, hängt die Mutter an das Kind, das Kind an die Nation und erhängt damit die Nation. 

Das Milchgeschäft im Wien der 1930er Jahre ist ein Sammelbecken für abgekämpfte und gescheiterte Gestalten. Als Greißlerin versucht die Milchfrau, ihrer Familie eine Existenz zu schaffen. Sie entscheidet ihre letzte Ressource, ihren Körper, für ökonomischen Profit anzuzapfen. Einst Produkt der Proletarierinnen, das sie zum Verkauf anboten, wurde Milch, diese ureigene Erzeugung der Frau, zu einer biopolitischen Flüssigkeit, durch die das Konstrukt einer nationalen Identität fließt. Alja Rachmanowa hat in ihrem autobiografischen Roman Milchfrau in Ottakring eine Milieustudie der Zwischenkriegszeit geschaffen. Zeitgeschichtlich führen uns ihre Aufzeichnungen über den Justizpalastbrand zu den ersten Anzeichen des Nationalsozialismus.

makemake produktionen verbindet klirrende Kälte mit bittersüßer Hoffnung zu einem Panoptikum der zeitlosen menschlichen Abgründe. Paul Pluts pechschwarze Kompositionen verzahnen sich mit grellen Popsongs, arrangiert von Verena Giesinger (Schmusechor). Im Hungern und im Fressen zeigen die Menschen ihre Fratzen. Und die Milch fließt.

Nach dem Roman MILCHFRAU IN OTTAKRING von Alja Rachmanowa, erschienen im Amalthea Signum Verlag GmbH.

Pressestimmen

Sujetfotos (c) Apollonia Theresa Bitzan

Dank an

Stadt Wien, BMKÖS - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, SKE - austro mechana

Premiere: 6. Dezember, 20:00

8.12.2022, 20:00
9.12.2022, 20:00
10.12.2022, 20:00
13.12.2022, 20:00
14.12.2022, 20:00 (+ Einführung, 19:00)
15.12.2022, 20:00 (+ Publikumsgespräch)
16.12.2022, 20:00
17.12.2022, 20:00

Ort: Kosmos Theater

Konzept: makemake produktionen 
Regie:
Sara Ostertag
Komposition & Live-Musik:
Paul Plut 
Chorleitung & Arrangements:
Verena Giesinger 
Bühne:
Nanna Neudeck 
Kostüm:
Mael Blau 
Choreografie:
Martina Rösler
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktion:
Julia Haas
Kommunikation:
Birgit Schachner 
Regieassistenz:
Mana Samadzadeh

Mit: Barca Baxant, Verena Giesinger, Martin Hemmer, Felix Rank, Michèle Rohrbach, Benedikt Steiner, Mave Venturin, Jeanne Werner

Die Milch erhält das soziale und nationale Band zwischen Mutter und Kind, hängt die Mutter an das Kind, das Kind an die Nation und erhängt damit die Nation. 

Das Milchgeschäft im Wien der 1930er Jahre ist ein Sammelbecken für abgekämpfte und gescheiterte Gestalten. Als Greißlerin versucht die Milchfrau, ihrer Familie eine Existenz zu schaffen. Sie entscheidet ihre letzte Ressource, ihren Körper, für ökonomischen Profit anzuzapfen. Einst Produkt der Proletarierinnen, das sie zum Verkauf anboten, wurde Milch, diese ureigene Erzeugung der Frau, zu einer biopolitischen Flüssigkeit, durch die das Konstrukt einer nationalen Identität fließt. Alja Rachmanowa hat in ihrem autobiografischen Roman Milchfrau in Ottakring eine Milieustudie der Zwischenkriegszeit geschaffen. Zeitgeschichtlich führen uns ihre Aufzeichnungen über den Justizpalastbrand zu den ersten Anzeichen des Nationalsozialismus.

makemake produktionen verbindet klirrende Kälte mit bittersüßer Hoffnung zu einem Panoptikum der zeitlosen menschlichen Abgründe. Paul Pluts pechschwarze Kompositionen verzahnen sich mit grellen Popsongs, arrangiert von Verena Giesinger (Schmusechor). Im Hungern und im Fressen zeigen die Menschen ihre Fratzen. Und die Milch fließt.

Nach dem Roman MILCHFRAU IN OTTAKRING von Alja Rachmanowa, erschienen im Amalthea Signum Verlag GmbH.

Premiere: 6. Dezember, 20:00

8.12.2022, 20:00
9.12.2022, 20:00
10.12.2022, 20:00
13.12.2022, 20:00
14.12.2022, 20:00 (+ Einführung, 19:00)
15.12.2022, 20:00 (+ Publikumsgespräch)
16.12.2022, 20:00
17.12.2022, 20:00

Ort: Kosmos Theater

Konzept: makemake produktionen 
Regie:
Sara Ostertag
Komposition & Live-Musik:
Paul Plut 
Chorleitung & Arrangements:
Verena Giesinger 
Bühne:
Nanna Neudeck 
Kostüm:
Mael Blau 
Choreografie:
Martina Rösler
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktion:
Julia Haas
Kommunikation:
Birgit Schachner 
Regieassistenz:
Mana Samadzadeh

Mit: Barca Baxant, Verena Giesinger, Martin Hemmer, Felix Rank, Michèle Rohrbach, Benedikt Steiner, Mave Venturin, Jeanne Werner

Pressestimmen

Sujetfotos (c) Apollonia Theresa Bitzan

Dank an

Stadt Wien, BMKÖS - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, SKE - austro mechana