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Ursprünglich als Stationentheater geplant, werden vier Orte nun als Installation begehbar. Die Spieler*innen sind per Videoinstallation zu sehen, die Stationen sind für Einzelpersonen live betretbar und erfahrbar – ein Theatererlebnis so weit abseits des Bildschirms wie derzeit möglich.

Erinnerung ist Beschwörung, und wirksame Beschwörung ist Hexerei. Ich bin ja nicht gläubig, sondern nur abergläubisch. Ich sag manchmal als Scherz, doch es stimmt, daß ich nicht an Gott glaub, aber an Gespenster schon. Um mit Gespenstern umzugehen, muß man sie ködern mit Fleisch der Gegenwart.

Ruth Klüger 1931-2020

Unerlöste Gespenster bewegen sich durch die Zwischenräume des (Un)vergleichbaren. Brücken von Einmaligkeit zu Einmaligkeit. Hier ist ein Schnittpunkt, hier bieten sich auch Vergleiche an, die nicht nur Unterschiede sind. Auf dem Pflaster des Zweiten Bezirks navigiert die Installation entlang Ruth Klügers autobiografischer Aufzeichnungen. Beginnend im Wien der 30er Jahre bis in die Gegenwart. Wir fangen mit dem an, was blieb.

Pressestimmen

Die gefilmten Videosequenzen gewinnen durch die atmosphärischen Spielorte noch an Dringlichkeit - neben dem Theater Hamakom und dem Odeon-Spitzer gibt es ein improvisiertes Kino und einen ehemaligen Luftschutzkeller. So wird "weiter leben" zu einem solitären Bühnenerlebnis von seltener Intensität.
Petra Paterno, Wiener Zeitung

Eine feinfühlige und informative Hommage an die 2020 Verstorbene.
Michael Wurmitzer, Der Standard

Dabei prägen nicht nur vier interessante Locations sondern auch eine gefinkelte Verdoppelung die zweistündige Wanderung in die Geschichte und durch die Praterstraße und die Große Mohrengasse in Wien-Leopoldstadt. Was an den unterschiedlichen Schauplätzen gespielt worden wäre, begegnet einem nun als Video am "Originalschauplatz", mit sich selbst im Bühnenbild. Die Frage von Erleben und Erzählen, Nähe und Distanz zum Geschehen, um die der 1992 erschienene autobiografische Bericht kreist, wird hier dramaturgisch nochmals gespiegelt
Wolfgang Huber-Lang, APA / Salzburger Nachrichten

Geräusche und Gerüche, der Wechsel von Licht und Dunkel, aber auch die ein oder andere räumliche Überraschung fügen sich zu einem Gesamtkunstwerk, in dessen Mitte man sich befindet.
Michaela Preiner, European Cultural News

Textfassung und Konzept gehen klugest auf.
Martin Pesl, Falter

Sujetfotos: © Apollonia Theresa Bitzan
Film stills: © Alex Lazarov

Dank an

die Kulturabteilung der Stadt Wien, das BMKÖS - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, den Zukunftsfonds der Republik Österreich, den 2. Bezirk-Leopoldstadt sowie den Otto Maurer Fonds Österreich


Eröffnung: 3. Mai 2021

Weitere Termine:
4.5. & 5.5. sowie 7.5.-13.5.2021

Zusatztermine:
14.5.-20.5.2021

Beginnzeit jeweils 13:30/15:30/17:30

Ticket-Vorverkauf

Startpunkt: Theater Nestroyhof/Hamakom
Weitere Orte:
Odeon und Milieukino

Konzept: makemake produktionen, Kathrin Herm, Max Kaufmann, Eva Grün, Mirjam Mercedes Salzer
Regie:
Sara Ostertag, Kathrin Herm
Musik:
Martin Hemmer
Musikstück auf Vinyl: Alexander Yannilos, Martin Hemmer
Ausstattung:
Max Kaufmann, Eva Grün, Mirjam Mercedes Salzer
Bau und Bespielung Milieu Kino:
Max Kaufmann
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktionsleitung:
Julia Haas
Videoregie, Videoproduktion, Schnitt:
Alex Lazarov
Kamera: Clemens Hillinger, Alex Lazarov
Tonmeister: Johannes Kollman
Colour Grading: Marin Lazarov
Regieassistenz: Luca Perfahl
Hospitanz:
Lisanne Berton, Lena Knapp, Sabine Rechberger, Lisa Varouxis
Medienarbeit: Jolly Hager

Spieler*innen: Alireza Daryanavard, Martin Hemmer, Anne Wiederhold, Emma Wiederhold

Aufführungsrechte: Wallstein Verlag GmbH, Göttingen

Vielen Dank an Renata Schmidtkunz für die Verwendung von Textauszügen aus Das Weiterleben der Ruth Klüger (AT 2011, 85 Min.).

Dank auch an Simon Dietersdorfer, Moritz Wallmüller und Vinylograph.

Als begehbare Videoinstallation leider nicht barrierefrei.
Wir bitten um wetterfeste und unempfindliche Kleidung, da sich einige Stationen außerhalb des Theaters befinden. 
Maskenpflicht während des Besuchs.

Rahmenveranstaltung zu WEITER LEBEN:

RUTH KLÜGER ERINNERN

Termin: 6.5.2021, 18:00
Ort:
Stream auf der Webseite von Theater Nestroyhof/Hamakom

Nach dem für sie selbst unerwarteten Erfolg von weiter leben begann Ruth Klüger mit über 60 Jahren nochmal ein ganz neuartiges öffentliches Leben. Ihre poetisch kritische Stimme als Autorin, Rezensentin und Vortragende wuchs international zunächst im deutschsprachigen Raum, in Europa und später auch in Amerika. Nach dem geglückten Aufenthalt in Göttingen fasste sie Mut, zumindest gastweise für kürzer oder länger auch wieder ihre Geburtsstadt Wien aufzusuchen – die Stadt, aus der als Kind die Flucht nicht gelungen war, die ihr zutiefst unheimlich blieb und die ihr trotz einer beinahe erdrückenden Zahl an Ehrungen durchaus auch unfreundlich begegnete, wie in unterwegs verloren nachzulesen ist. Trotz ihrer Erfahrungen voll Offenheit und begabt für Begegnungen, wo immer sie hinkam, knüpfte Ruth Klüger auch hier in Wien persönlich und beruflich Bande und es wuchsen Freundschaften - ein je unverhofftes, im Kern stets radikal fragiles, biografisches Glück für ihr/e Gegenüber.

Fünf Personen kommen nun zusammen, um Ruth Klüger aus ihrer jeweilig besonderen Perspektive und Haltung zur Autorin zu erinnern:

Eva Geber als Freundin, Begleiterin und teilweise Koordinatorin ihrer medialen Präsenz in Wien.
Herbert Ohrlinger
als ihr Verleger beim Zsolnay Verlag.
Doron Rabinovici
als Autor- und Forscherkollege.
Renata Schmidtkunz
als ihre Filmemacherin und Interviewerin.
Daniela Strigl
als engagierte Kollegin aus Literaturwissenschaft und - Kritik
Sowie Sabine Kock, Literaturwissenschaftlerin und Philosophin, die während ihrer Gastprofessur 2003 Teil des Wiener Freundinnenkreises um Ruth Klüger wurde.

Ursprünglich als Stationentheater geplant, werden vier Orte nun als Installation begehbar. Die Spieler*innen sind per Videoinstallation zu sehen, die Stationen sind für Einzelpersonen live betretbar und erfahrbar – ein Theatererlebnis so weit abseits des Bildschirms wie derzeit möglich.

Erinnerung ist Beschwörung, und wirksame Beschwörung ist Hexerei. Ich bin ja nicht gläubig, sondern nur abergläubisch. Ich sag manchmal als Scherz, doch es stimmt, daß ich nicht an Gott glaub, aber an Gespenster schon. Um mit Gespenstern umzugehen, muß man sie ködern mit Fleisch der Gegenwart.

Ruth Klüger 1931-2020

Unerlöste Gespenster bewegen sich durch die Zwischenräume des (Un)vergleichbaren. Brücken von Einmaligkeit zu Einmaligkeit. Hier ist ein Schnittpunkt, hier bieten sich auch Vergleiche an, die nicht nur Unterschiede sind. Auf dem Pflaster des Zweiten Bezirks navigiert die Installation entlang Ruth Klügers autobiografischer Aufzeichnungen. Beginnend im Wien der 30er Jahre bis in die Gegenwart. Wir fangen mit dem an, was blieb.

Eröffnung: 3. Mai 2021

Weitere Termine:
4.5. & 5.5. sowie 7.5.-13.5.2021

Zusatztermine:
14.5.-20.5.2021

Beginnzeit jeweils 13:30/15:30/17:30

Ticket-Vorverkauf

Startpunkt: Theater Nestroyhof/Hamakom
Weitere Orte:
Odeon und Milieukino

Konzept: makemake produktionen, Kathrin Herm, Max Kaufmann, Eva Grün, Mirjam Mercedes Salzer
Regie:
Sara Ostertag, Kathrin Herm
Musik:
Martin Hemmer
Musikstück auf Vinyl: Alexander Yannilos, Martin Hemmer
Ausstattung:
Max Kaufmann, Eva Grün, Mirjam Mercedes Salzer
Bau und Bespielung Milieu Kino:
Max Kaufmann
Dramaturgie:
Anita Buchart
Produktionsleitung:
Julia Haas
Videoregie, Videoproduktion, Schnitt:
Alex Lazarov
Kamera: Clemens Hillinger, Alex Lazarov
Tonmeister: Johannes Kollman
Colour Grading: Marin Lazarov
Regieassistenz: Luca Perfahl
Hospitanz:
Lisanne Berton, Lena Knapp, Sabine Rechberger, Lisa Varouxis
Medienarbeit: Jolly Hager

Spieler*innen: Alireza Daryanavard, Martin Hemmer, Anne Wiederhold, Emma Wiederhold

Aufführungsrechte: Wallstein Verlag GmbH, Göttingen

Vielen Dank an Renata Schmidtkunz für die Verwendung von Textauszügen aus Das Weiterleben der Ruth Klüger (AT 2011, 85 Min.).

Dank auch an Simon Dietersdorfer, Moritz Wallmüller und Vinylograph.

Als begehbare Videoinstallation leider nicht barrierefrei.
Wir bitten um wetterfeste und unempfindliche Kleidung, da sich einige Stationen außerhalb des Theaters befinden. 
Maskenpflicht während des Besuchs.

Rahmenveranstaltung zu WEITER LEBEN:

RUTH KLÜGER ERINNERN

Termin: 6.5.2021, 18:00
Ort:
Stream auf der Webseite von Theater Nestroyhof/Hamakom

Nach dem für sie selbst unerwarteten Erfolg von weiter leben begann Ruth Klüger mit über 60 Jahren nochmal ein ganz neuartiges öffentliches Leben. Ihre poetisch kritische Stimme als Autorin, Rezensentin und Vortragende wuchs international zunächst im deutschsprachigen Raum, in Europa und später auch in Amerika. Nach dem geglückten Aufenthalt in Göttingen fasste sie Mut, zumindest gastweise für kürzer oder länger auch wieder ihre Geburtsstadt Wien aufzusuchen – die Stadt, aus der als Kind die Flucht nicht gelungen war, die ihr zutiefst unheimlich blieb und die ihr trotz einer beinahe erdrückenden Zahl an Ehrungen durchaus auch unfreundlich begegnete, wie in unterwegs verloren nachzulesen ist. Trotz ihrer Erfahrungen voll Offenheit und begabt für Begegnungen, wo immer sie hinkam, knüpfte Ruth Klüger auch hier in Wien persönlich und beruflich Bande und es wuchsen Freundschaften - ein je unverhofftes, im Kern stets radikal fragiles, biografisches Glück für ihr/e Gegenüber.

Fünf Personen kommen nun zusammen, um Ruth Klüger aus ihrer jeweilig besonderen Perspektive und Haltung zur Autorin zu erinnern:

Eva Geber als Freundin, Begleiterin und teilweise Koordinatorin ihrer medialen Präsenz in Wien.
Herbert Ohrlinger
als ihr Verleger beim Zsolnay Verlag.
Doron Rabinovici
als Autor- und Forscherkollege.
Renata Schmidtkunz
als ihre Filmemacherin und Interviewerin.
Daniela Strigl
als engagierte Kollegin aus Literaturwissenschaft und - Kritik
Sowie Sabine Kock, Literaturwissenschaftlerin und Philosophin, die während ihrer Gastprofessur 2003 Teil des Wiener Freundinnenkreises um Ruth Klüger wurde.

Pressestimmen

Die gefilmten Videosequenzen gewinnen durch die atmosphärischen Spielorte noch an Dringlichkeit - neben dem Theater Hamakom und dem Odeon-Spitzer gibt es ein improvisiertes Kino und einen ehemaligen Luftschutzkeller. So wird "weiter leben" zu einem solitären Bühnenerlebnis von seltener Intensität.
Petra Paterno, Wiener Zeitung

Eine feinfühlige und informative Hommage an die 2020 Verstorbene.
Michael Wurmitzer, Der Standard

Dabei prägen nicht nur vier interessante Locations sondern auch eine gefinkelte Verdoppelung die zweistündige Wanderung in die Geschichte und durch die Praterstraße und die Große Mohrengasse in Wien-Leopoldstadt. Was an den unterschiedlichen Schauplätzen gespielt worden wäre, begegnet einem nun als Video am "Originalschauplatz", mit sich selbst im Bühnenbild. Die Frage von Erleben und Erzählen, Nähe und Distanz zum Geschehen, um die der 1992 erschienene autobiografische Bericht kreist, wird hier dramaturgisch nochmals gespiegelt
Wolfgang Huber-Lang, APA / Salzburger Nachrichten

Geräusche und Gerüche, der Wechsel von Licht und Dunkel, aber auch die ein oder andere räumliche Überraschung fügen sich zu einem Gesamtkunstwerk, in dessen Mitte man sich befindet.
Michaela Preiner, European Cultural News

Textfassung und Konzept gehen klugest auf.
Martin Pesl, Falter

Sujetfotos: © Apollonia Theresa Bitzan
Film stills: © Alex Lazarov

Dank an

die Kulturabteilung der Stadt Wien, das BMKÖS - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, den Zukunftsfonds der Republik Österreich, den 2. Bezirk-Leopoldstadt sowie den Otto Maurer Fonds Österreich